Mein Weg - Wie ich wurde wer ich bin
- Lisa Steinmetz
- 4. Juli 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Juli 2025
Ich komme aus einer Familie, die fest in der Gastronomie verwurzelt ist – mit Medizin oder dem menschlichen Körper hatte ich ursprünglich nichts zu tun. Nach dem Abitur war ich, wie viele, auf der Suche: Was will ich eigentlich machen?
Da erzählte mir eine Freundin, dass sie eine Ausbildung zur Physiotherapeutin beginnt. Ich hatte davon kaum eine Vorstellung – aber irgendetwas in mir wurde hellhörig.Ich begann, mich einzulesen – und spürte plötzlich ganz klar: Das ist mein Weg. Das ist mein Beruf. Nicht über den Kopf entschieden, sondern aus dem Bauch heraus – und genau das begleitet mich bis heute in meiner Arbeit.
Wenn der eigene Körper spricht – und eine neue Richtung zeigt
Ich liebte meine Arbeit als Physiotherapeutin – vor allem den direkten Kontakt mit Menschen und das Gefühl, wirklich etwas bewegen zu können. Und doch spürte ich irgendwann: Die klassischen 20-Minuten-Termine in der Praxis reichten mir nicht aus. Es war, als würde ich oft an der Oberfläche bleiben – dabei war da so viel mehr, was die Menschen mitbrachten.
Dann kam das Jahr 2023. Ich bekam die Diagnose Schilddrüsentumor – und plötzlich war ich nicht mehr die Therapeutin, sondern selbst diejenige, die Heilung suchte. Ich entschied mich bewusst für einen alternativen Weg. Auf diesem Weg begegnete mir die Psychokinesiologie – und sie veränderte mein Leben. Ich durfte erleben, wie mein Körper reagierte, wie innere Konflikte sich zeigten, wie tief gespeicherte Themen spürbar wurden – und wie Heilung geschah, von innen heraus.
Diese Erfahrung hat mein Verständnis von Gesundheit vollkommen verändert. Heute weiß ich: Wirkliche Heilung beginnt dort, wo Körper, Geist und Seele sich begegnen dürfen.
Der Schritt in die Selbstständigkeit – eigentlich war das nie der Plan
Immer mal wieder wurde ich gefragt, ob ich auch Hausbesuche oder Termine außerhalb der Praxis anbieten würde. Gleichzeitig merkte ich, wie sehr mich die engen Zeitfenster im klassischen Praxisalltag auslaugen.
Ich war gerade mitten im Leben – wir begannen mit dem Hausbau, ich bin Mama von zwei kleinen Kindern – und der Wunsch nach mehr Flexibilität, mehr Tiefe und mehr Echtheit wuchs in mir.
So begann ich ganz intuitiv, Behandlungen auf Spendenbasis anzubieten – einfach, weil ich helfen wollte. Bis eines Tages jemand nach einer Rechnung fragte. Und ich dachte: Na gut – dann gründe ich eben ein Unternehmen. Innerhalb einer Woche war es offiziell. Im Herbst 2024 wurde „FreiRaum – Praxis für alternative Physiotherapie“ geboren.
Seitdem arbeite ich mit ganzem Herzen. Ich nehme mir Zeit, lasse Raum entstehen, höre zu – und bilde mich regelmäßig fort. Denn diese Arbeit schenkt nicht nur meinen Klientinnen Energie – sie schenkt auch mir Kraft, Sinn und Verbindung.
Und heute?
Heute freue ich mich über jede Frau, jeden Menschen, der den Weg zu mir findet.Wenn ich erleben darf, wie sich etwas löst – ein Atemzug tiefer wird, ein Herz leichter –dann weiß ich, dass ich am richtigen Ort bin.
Es berührt mich jedes Mal aufs Neue, wenn ein Stück inneres Licht wieder zu leuchten beginnt.
Ich sehe dich.
Lisa
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